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Tag des offenen Hofes

RGZV Algermissen Tag des offenen Hofes 17. Juni 2018 Genusstag Hof Ohlms Schellerten Nachbericht

             Tag des offenen Hofes

     Kulturrassen aus aller Welt begeistern tausende Besucher                 

     Eine Meisterleistung der Algermissener Züchter

 

   Der Puls schlug bei vielen unter tausenden von Besuchern immer höher. Auslöser dafür waren ganz seltene Hühner-Kulturrassen aus aller Welt, alles echte Raritäten. Die Auswahl der auserlesenen 25 Zuchtstämme dieser edlen Rassen löste dann im Umfeld des Publikums beim Tag der offenen Tür auf dem Hofgelände der Familie Ohlms in Schellerten eine wahre Euphorie aus.

„Die meisten der hier ausgestellten Paraderassen von unseren Züchtern stehen auf der roten Liste“, verriet der Algermissener Rassegeflügelzuchtverein-Vorsitzende Hans-Joachim Therburg mehrfach in Interviews über Mikrofon. Auch der Senior-Chef der drei Ohlms-Generationen, der 75-jährige August-Ludolf, brachte das Erfolgserlebnis der zahlreichen Gäste bei dieser Rasse-Schau auf einen Nenner: „Eine Überraschung, ein Knüller, alles vom Feinsten“, so betonte er es immer wieder voller Begeisterung.

   Neben zahlreichen Ständen mit Produkten von Erzeugern der Regionalinitiative Hi-Land e.V. standen beim „Genusstag“ aus Anlass des Tags des offenen Hofes die Züchter vom RGZV im Mittelpunkt. Dieser momentan erfolgreichste aller Algermissener Vereine mit 52 nationalen Meistertiteln und etlichen Europatiteln und Championaten im Laufe der letzten 17 Jahre hatte diese sehenswerte Präsentation fachlich und übersichtlich bestens vorbereitet.

   Die Langschwanzhühner der Onagadori-Phönix (Züchter Stefan Böhm) gehörten dazu. Deren Hähne erreichen meterlange Schwänze, echte Hingucker. Die Hobby-Züchter dieser Rasse werden in Japan vom Staat sogar gefördert. Deren verzwergte Phönix-Rasse (Wendemar Gröne) waren ebenfalls dabei.

   Auch die massigen Kolosse der Jersey-Giants (Martin Ingelmann) aus den USA sorgten für starkes Interesse, genauso die Belgischen Kämpfer vom Brügger Typ (Martin Ingelmann). Zu den „Knüllern“ unter den ganz seltenen Rassehühnern zählten die schwarzen Ayam Cemanis (Stefan Böhm) aus Indonesien, deren Vertreter einheitlich im schwarzen Federkleid, Kamm, Beine und Schnabel in diesem Farbton zu sehen waren. Genaue Beschreibung unten.

   Dann drängten sich die Besucher noch im Umfeld der weißen Hauben-Träger der Paduaner und Sultanhühner (beide Hans-Joachim Therburg). Diese auch optisch überzeugenden, gerngesehenen weißen Rassehühner, früher in den Palastgärten in der Türkei gezüchteten Raritäten, brachten alle ins Staunen.

   Eine eigene Abteilung lieferten die Seramas aus dem Ursprungsland Malaysia - die kleinste Zwerghuhrasse der Welt - zog vor allem Kinder und Jugendliche an. Serama in seidenfiedrig, außerdem die Ayam-Serama (Waldemar Pieta und Hans-Joachim Therburg), überraschten durch ihr zahmes Wesen und setzten sich in die Hände und auf die Arme der begeisterten Kleinen.

   In allen mit weißem Sand ausgestatteten Großkäfigen und durch übersichtliche Rasse-Informationen beschrifteten Schaukäfigen standen eine Auswahl an Ur- und verzwergten Rassen der Bantam (Heinz Hilse), Holländische Zwerghühner goldhalsig (Heinrich Hennies) sowie die Federfüßige Zwerghühner in verschiedenen Farbenschlägen (Dieter Reimers), Zwerg-Sussex (Detlef Schulz) und rotbunte Zwerg-Orloff (Godehard Huch). Klar, dass die Züchter auch Klassiker der Wirtschaftshühner wie beispielsweise die New Hampshire (Peter Kohrs), Amrocks (Detlef Schulz), Marans in verschiedenen Farbenschlägen (Dorle Reimers), rebhuhnhalsige Dänische Landhühner (Heinrich Gornetzki) und Sundheimer (Martin Ingelmann) vorstellten.

   Zu weiteren Attraktionen zählten die kuscheligen weißen Seidenhühner (Heinz Hilse), die für Naturbruten bestens geeignet sind sowie eine braun-wildfarbige Warzenente (Wilhelm Hunze), die ihre neun Gössel gekonnt durch das Rund ihrer Voliere führte.

   Für eine Besonderheit sorgten die Ayam Cemanis-Hühner (Stefan Böhm) aus Fernost. Der Kaufpreis von dieser vollkommen schwarzen Rasse der Ayam Cemanis übersteigt das monatliche Durchschnittseinkommen der indonesischen Bevölkerung um ein Vielfaches. Der Grund liegt wohl darin begründet, dass diesen schwarzen Hühnern mystische Energien zugesprochen werden.

   Die wichtigste Eigenschaft der Ayam Cemani ist, dass sie vollkommen schwarz sind: Schwarzes Gefieder mit grünlichem Glanz, schwarze Beine und Zehennägel, ein schwarzer Schnabel, schwarze Zunge, schwarzer Kamm und schwarze Ohrscheiben. Selbst das Fleisch, die Knochen und inneren Organe sind schwarz.

   Kurz und bündig: Die Besucher des Tags des offenen Hofes in Schellerten mit dem „Genusstag“ zum Thema „Wie schmeckt die Hildesheimer Region?“ waren rundum zufrieden. Die Züchter aus den Reihen des RGZV Algermissen verdienten das Prädikat „Hochrangig“

Text und Bilder: Gerhard Schütte

             Bilder des Tages

              

Ayam Cemanis

 Seidenhuhn

 Serama

Onagadori

Onagadori

Onagadori

 

Jagdhornbläser

Schottische Hochlandrinder

Warzenenten